Was ist eine Doula ?

Das Wort Doula stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Dienerin der Frau“. Eine Doula hat selbst Kinder geboren und ist speziell dazu ausgebildet, Frauen während der Zeit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu begleiten. 
Das Angebot einer Doula umfasst das erste Kennenlernen, zwei bis drei Treffen vor der Geburt, 24stündige Rufbereitschaft rund um den errechneten Geburtstermin, Begleitung der Geburtsreise, ein Geburtsbericht und Besuche im Wochenbett. 
Sie steht der Gebärenden kontinuierlich von den ersten Wehen an während der gesamten Geburtsdauer bei, stärkt sie emotional und ermutigt sie, sich vertrauensvoll auf das natürliche Geburtsgeschehen einzulassen und dieses aktiv mitzugestalten. 
Eine Doula sorgt für das körperliche Wohlbefinden der Frau und eine angenehme Atmosphäre am Ort der Geburt.
Doulas ersetzen nicht die Arbeit einer Hebamme,  denn sie übernehmen keine medizinische Funktion. So bleibt viel Zeit und Raum, sich ganz auf Ihre Bedürfnisse zu konzentrieren und Sie zu unterstützen.​ 


(" Doula Der neue Weg der Geburtsbegleitung" von Marshall H. Klaus, John H. Kennell, Phyllis H. Klaus.)


Doulas sind geburtserfahrene Frauen, die Schwangere als zusätzliche Unterstützung rund um die Geburt privat engagieren und bezahlen. Ihr Fokus liegt darauf, die Eigenkompetenz der Schwangeren zu stärken, so dass Frauen die Zeit rund um die Geburt ihres Kindes selbstbestimmt und in Würde erleben. Doulas ermutigen Schwangere, sich ihrer Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu werden und sich zu erlauben, diese zu äußern. Doulas sind während der Geburt eine kontinuierliche Begleiterin und im Wochenbett Gesprächspartnerin und Zeugin der Geburtskraft der Frau, die die Wöchnerin liebevoll umsorgt.

„Eine Doula ist wie eine Brücke zwischen der Mutter und der Welt. Sie hilft dabei, eine sichere, unterstützende Umgebung zu schaffen, in der die Frau sich öffnen und ihr Geburtsrecht wahrnehmen kann.“ - Ina May Gaskin

Vorteile einer Doula

Durch die Anwesenheit einer Doula sinkt das Risiko

um 26% per Kaiserschnitt zu gebären,
um 41% mit Saugglocke oder Zange zu gebären
um 28% irgendein Schmerzmittel oder Anästhesie während der Geburt zu verlangen,
um 33% unzufrieden zu sein oder die Geburtserfahrung negativ zu beurteilen.

Die Untersuchungen ergaben, dass

  • Eltern sich sicherer und betreuter fühlen
  • Eltern sich erfolgreicher an ihre neue Familiendynamik anpassten
  • wesentlich mehr Babys voll gestillt wurden
  • Eltern mehr Selbstvertrauen im Umgang mit dem Baby hatten
  • Frauen signifikant seltener an Wochenbettdepressionen litten


Die Autoren dieser Studie kamen zu dem Schluss, dass alle Frauen Unterstützung während der gesamten Wehentätigkeit und Geburt haben sollten. 


(Studie "Kontinuierliche Unterstützung für Frauen während der Geburt" Continuous Support, Hodnett, ED.; Gates S.; Hofmeyr, GJ.; Sakala, C. 2003)

Mehr über Doulas erfährst du auch hier:

doulas-in-deutschland.de

In den Hebammen Zeitschrift findest du diesen
interessanten Artikel über die Rolle der Doula:

Die Rolle der Doula präzisieren